Küchenschürze selbermachen

Trommelwirbel bitte! Hier kommt endlich endlich endlich unser allererstes DIY-Projekt. Wir alle haben wochenlang gehofft und gebangt, gesucht nach würdigen Kandidaten für diesen ehrenvollen Beitrag. Da es sich bis jetzt auf unserem Blog nur um Kochen und Backen drehte, sollte natürlich auch das erste kreative Projekt in der Küche gebraucht werden. Da kam mir die Idee einer Schürze – ein nicht allzu schwierig zu schneiderndes Utensil, dass die Lieblingsklamotten vor Fettspritzern, Mehlstaub und Teigklumpen retten soll.
Als meine liebe Melanie Anfang September nach Neuseeland aufgebrochen ist, habe ich lange hin und her überlegt, was ich ihr zum Abschied schenken könnte. Da wir die Tage vor ihrer Abreise vor allem in der Küche anzutreffen waren und sie noch keine Schürze besitzen zu schien, war der perfekte Zeitpunkt gekommen, um endlich eine eigene Schürze zu nähen.

Für eine Schürze in „Einheitsgröße“ braucht ihr 60 cm Stoff eurer Wahl, der mindestens 135 cm breit sein sollte. Ich habe mich für Rosa und Türkis entschieden – richtig, unsere Blogfarben! Karierter Stoff eignet sich übrigens super, weil er nicht nur schön aussieht sondern man sich beim Aufzeichnen, Abstecken und Nähen auch gut an den Karos orientieren kann. Ansonsten sind natürlich Nähutensilien wie Maßband, Abstecknadeln, eine Stoffschere, ein weicher Bleistift und eine Nähmaschine von Vorteil.

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Als Vorlage für unsere Schürzen habe ich eine alte Schürze benutzt, die schon in unserer Küche hing. Diese habe ich dann mit einem weichen Bleistift auf die linke Seite des Stoffes aufgezeichnet. In einer Skizze habe ich mal die grobe Form und die ungefähren Maße für euch aufgemalt:

IMG_1122Diese Form schneidet ihr mit etwa 2 cm Nahtzugabe aus. Außerdem braucht ihr noch zwei Streifen, die je 10 cm breit und 60 cm lang sind und einen Streifen, der 6 cm breit und 52 cm lang ist. Diese Streifen malt ihr ebenfalls auf die linke Seite des Stoffes auf und schneidet sie aus, diesmal braucht ihr allerdings keine Nahtzugabe zu berechnen.

So sollten eure ausgeschnittenen Stoffteile in etwa aussehen: IMG_1084

Jetzt geht’s ans Abstecken, der vermutlich langwierigste aber auch einer der wichtigsten Schritte des Prozesses. Dabei schlagt ihr den Rad der Schürze zwei Mal um bis an den vorgezeichneten Rand heran, sodass sich eine kleine Rolle bildet. Ich hoffe, dass ihr auf dem Bild gut erkennen könnt, wie ich das meine. Es ist wichtig, dass die abgeschnittene Seite des Stoffes innen liegt, damit sich der Stoff später nicht vom Rand her auflöst.

IMG_1085Ich setze meine Nadeln beim Abstecken immer längs zur Naht. Das bedeutet natürlich, dass ich mit der Nähmaschine nicht darüber nähen kann sondern die Nadeln kurz vorher entfernen muss. Das ist mir einfach sicherer, schon zu viele Nadeln sind mir zerbrochen. :D

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Jetzt müssen auch die Streifen abgesteckt werden. Dazu legt ihr sie vor euch mit der schönen Seite nach oben auf den Tisch, legt die beiden langen Kanten aufeinander und steckt sie fest. Dadurch müsste die linke Seite außen sein und alle eure abgesteckten Teile sollten ungefähr so aussehen:

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Nun kommt endlich die Nähmaschine zum Einsatz! Ihr näht an euren abgesteckten Kanten einfach ein Mal um die Schürze herum bzw. an den Streifen entlang. Achtet dabei vor allem bei den Streifen darauf, dass ihr zwischen Naht und Rand genug Platz lasst, damit alles gut zusammenhält. Bei den beiden breiten Streifen näht ihr außerdem jeweils über ein Ende, sodass der Schlauch nur noch an einer Seite offen ist. Dann dreht ihr die drei Streifen vorsichtig um, sodass wieder die schöne Seite außen ist und näht einfach noch die offene Seite zu. Diese Naht wird man später nur an der Rückseite der Schürze sehen, sie dient lediglich dazu, das „Auseinandertriefeln“ des Stoffes zu verhindern.

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Wir nähern uns dem Ende – jetzt müssen nur noch der Neckholder (schmaler Streifen) und die beiden Streifen zum Zubinden angenäht werden. Dazu habe ich euch die jeweilige Stelle im Entwurf angezeichnet.

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Da die Streifen nach dem Umdrehen vermutlich etwas zerknittert sind ist es ratsam, sie vorsichtig wieder glatt zu bügeln. Achtet dabei unbedingt darauf, ob und wie heiß ihr euren Stoff bügeln dürft! Dann einfach die Enden der Streifen an der Rückseite der Schürze feststecken und darüber nähen. Achtet darauf, dass ihr das nicht so schöne Ende der Streifen (das ihr nach dem Umdrehen erst zugenäht habt) hinten an der Schürze festnäht und man das schöne Ende sieht. Fertig!Foto 9

Ich habe für jede Schürze ungefähr 2,5 Stunden gebraucht. Allerdings habe ich lang nicht mehr genäht – wer also geübt ist, wird garantiert schneller fertig. ;-)

Viel Spaß mit eurer neuen, ganz persönlichen Küchenschürze!

 Foto 8

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8 Gedanken zu “Küchenschürze selbermachen

  1. So einfach und doch so schön – die Schürzen sind dir echt gut gelungen! Meistens ist es eben besser, einfach zu machen! ^^

    Ich hab auch schon länger eine Küchenschürze in Planung, ich versau mich ja grundsätzlich beim Backen, Kochen und Spülen. Schnittmuster hab ich hier rumfliegen, aber ich hab noch keinen passenden Stoff gefunden. ^^

    Weiter so!

    Steffie von CreaSTYLity

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    • Dankeschön liebe Steffie! Ja, das kenne ich.. tausend Projekte in Planung aber irgendwas fehlt immer noch ;) Für mich war von Anfang an klar, dass ich ganz „klassischen“ karierten Stoff nehmen will – den hab ich dann bei Buttinette bestellt und bin total zufrieden.
      Viele liebe Grüße :)

      Gefällt 1 Person

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