Apfelstrudel mit Cranberries

So langsam aber sicher beginnt der ungemütliche Teil des Herbstes – das habe ich mir zumindest während der letzten Woche gedacht. Auf einmal wird es schlagartig kälter, der Wind pfeift einem um die Ohren und die schön bunt gefärbten Blätter liegen auch fast alle auf dem Boden. Ich weiß ja nicht, wie es euch dabei so geht, ich jedenfalls freue mich bei solchem Wetter dann auf eine warme Wohnung und überlege mir, was ich denn alles feines backen könnte, um dem Herbst-Blues entgegen zu wirken. Diese Woche wollte ich unbedingt einen Apfelstrudel ausprobieren und habe dazu ein ganz grundlegendes Rezept abgewandelt. Dabei habe ich zum Beispiel die Hälfte des Mehls mit Vollkornmehl ersetzt, denn ich mag einfach den bodenständigen, leicht kernigen Geschmack, den es Gebäck verleiht und einen Ausgleich zu der süßen Füllung schafft. Da ich keine Rosinen mag, habe ich stattdessen getrocknete Cranberries verwendet und bin mit der Kombination auch total zufrieden. Wie ich meinen Apfelstrudel genau zubereitet habe, seht ihr jetzt hier:

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Für den Strudelteig braucht ihr:

150 g feines Weizenvollkornmehl
150 g Weizenmehl
2 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
175 ml lauwarmes Wasser
1 Prise Salz

Dazu siebt ihr zuerst die Mehle in eine Schüssel, fügt dann die restlichen Zutaten hinzu und rührt alles mit den Knethaken eures Rührgerätes zu einem glatten Teig. Wenn der Teig sehr klebrig ist, solltet ihr noch etwas Mehl hinzufügen. Dann formt ihr den Teig zu einer großen Kugel, bestreicht ihn mit etwas Öl und lasst ihn in Frischhaltefolie eingewickelt bei Zimmertemperatur für 1 Stunde gehen.

In der Zwischenzeit könnt ihr auch schon die Füllung zubereiten. Dafür braucht ihr:

ca. 600 g Äpfel (am besten leicht säuerliche)
50 g getrocknete Cranberries
75 g Vollkorn- oder Butterkekse
Schale 1 Bio-Zitrone
75 g Rohrzucker
75 g Mandelblättchen
Zimt
75 g Butter

Zunächst müsst ihr die Äpfel schälen, entkernen und dann in kleine Stücken schneiden. Währenddessen lasst ihr die Cranberries für etwa 10 Minuten in Wasser einweichen und drückt sie dann aus. In einer Schüssel zerstoßt ihr die Kekse zu Krümeln und fügt dann alle übrigen Zutaten, bis auf die Butter hinzu und vermengt sie gut miteinander. Die Butter lasst ihr in einem kleinen Topf zerlaufen.

Wenn der Teig lang genug geruht hat, knetet ihr ihn noch einmal kurz durch und rollt ihn dann möglichst rechteckig aus. Ich habe als Unterlage eine Antihaft-Backmatte verwendet, wenn ihr so etwas nicht habt, solltet ihr den Teig auf einem sauberen Geschirrtuch ausrollen. Wichtig ist, dass eure Unterlage biegsam ist, damit das Aufrollen so leicht wie möglich wird. Trotz Matte oder Geschirrtuch ist es wichtig, dass ihr die Unterlage gut bemehlt! Es ist auch ratsam, während des Ausrollens ab und zu zu prüfen, ob der Teig beginnt, anzukleben. Wenn ja solltet ihr unbedingt mehr Mehl hinzufügen! Ist euer Teig dünn ausgerollt, schneidet ihr gegebenenfalls die Seiten etwas ab, sodass ihr ein etwaiges Rechteck erhaltet. Dann fangt ihr von einer der beiden kürzeren Seiten her an und bestreicht den Teig mit der zerlaufenen Butter (die dann schon etwas abgekühlt sein sollte). Allerdings bestreicht ihr nur zwei Drittel des Strudelteigs mit der Butter und verteilt die Füllung auf der Butter. Lasst dabei an den Seiten einen Rand von etwa 5 cm. Jetzt muss der Strudel nur noch aufgerollt werden! Beginnt dazu an der kurzen Seite mit Apfelfüllung und rollt den Strudel mithilfe des Geschirrtuchs vorsichtig auf. Das letzte Stück des Teigs, das weder mit Butter bestrichen noch mit Füllung belegt ist, sollte dann den Strudel „versiegeln“, sodass beim Backen keine Füllung herausläuft. Jetzt rollt ihr euren Strudel auf ein mit Backpapier belegtes Blech und bestreicht ihn mit der restlichen Butter. Jetzt muss er nur noch für 30-35 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Ofen und kann dann nach einer kurzen Abkühlzeit noch lauwarm mit Puderzucker bestreut serviert werden. Lasst euch den Strudel schmecken und genießt den Rest der Apfelzeit!

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4 Gedanken zu “Apfelstrudel mit Cranberries

  1. Rezept getestet und uns schmeckt der Strudel, dabei habe ich doch tatsächlich sogar die Kekskrümel vergessen und erst bemerkt als der Strudel schon im Backofen war. Hat auch „ohne“ hin gehauen, aber beim nächsten Mal kommen sie rein. Die Cranberries schmecken super in Kombination mit den Äpfeln. Die kommen künftig auch in den Apfelkuchen :-)

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